“Vivaldi e l’angelo d’avorio” recensito da Pizzicato

‘Vivaldi e l’Angelo di avorio’, also Vivaldi und der Elfenbein-Engel: Im Jahre 1730 soll Vivaldi dem Mailänder Instrumentenbauer Johannes Maria Anciuti den Auftrag erteilt haben, eine ganz besondere Oboe anzufertigen, eben die ‘Angelo di avorio’, eine Oboe, vollständig aus Elfenbein geschnitzt. Ein solches Instrument spielt Simone Toni auf dieser CD, kein altes Instrument, sondern ein neues, die Kopie einer solchen Oboe, wie sie Anciuti im 18. Jahrhundert hergestellt hatte. Sie komme aus legalen, alten Elbenbeinbeständen, schreibt der Solist im Booklet, wo er auch betont, wie schwer es für ihn war, dieses Instrument zu beherrschen, dessen Klang hell und scharf ist, so dass sich Toni gegen sein ebenfalls auf historischen Instrumenten spielendes Ensemble ‘Silete Venti!’ gut behaupten kann, denn das hat in diesen späten und deutlich richtungsweisenden Konzerten einen üppigen Sound.
Toni und seine Musiker spielen frisch und sehr energetisch, vom Tonmeister in ein großräumiges Klangbild eingebettet. Doch das ist nicht das Essentielle. Wesentlich scheinen mir der tänzerische Ansatz der Interpretation, die Farben, die Transparenz sowie der Umstand, dass Toni Gefühle nicht scheut. Er ist eben kein reiner Draufgänger, der nur durch Virtuosität überzeugen würde – und die ist wirklich erstaunlich und faszinierend – sondern ein gar feinsinniger Musiker. Kurz gesagt: diese Oboenkonzerte sind auf dieser CD in referenzwürdigen Interpretationen zu hören.

da: http://www.pizzicato.lu/der-elfenbein-engel-prachtvolle-oboenkonzerte-des-prete-rosso/

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